Thomas Evers

Thomas Evers

  • Geboren: 31.07.1969
  • Zwei Kinder: geboren 2007 und 2010
  • Verheiratet seit 2003
  • Diplom Sozialpädagoge
  • Energie-Elektroniker
  • hypnosystemischer Coach und Berater
  • Webentwickler
  • Blogger
  • Mitglied der SPD Kamp-Lintfort

Schule

Nach der Ernst-Reuter-Grundschule und der Std. Realschule Kamp-Lintfort mit achtzehn Jahren, absolvierte ich eine Ausbildung zu Energie-Elektroniker Fachrichtung Betriebstechnik. Manche Menschen sagen auch Elektriker dazu. Im Rahmen dieser Ausbildung durfte ich sechs Monate lang auf dem größten Spielplatz Deutschlands spielen. Die Mitarbeiter der Schachtanlage Friedrich Heinrich nannten es „Unter Tage“. Das war wirklich sehr lustig, aber trotzdem erkannte ich in dieser Zeit, dass dies nicht die nächsten dreißig Jahre meine Arbeit sein würde.

Zivildienst

Dankbar gegenüber den äußeren Zwängen, folgte der Zivildienst. Dieser half mir zu verstehen, dass ich eine Arbeit, in der Menschen im Mittelpunkt stehen, ausüben wollte. Eigentlich hatte ich es erst ein halbes Jahr nach dem Zivildienst genau gewusst. Ich fing zunächst ein Elektrotechnikstudium an, denn dieses war wohl nötig um zu begreifen.

Studium

Da  ich als Kind immer Superhelden mit mentalen Fähigkeiten toll fand, sollte es bei mir die Psychologie werden. Jedoch ließ ich mich von einem Verwandten überzeugen, dass man mit Sozialarbeit oder Sozialpädagogik „breitbandiger“ qualifiziert sei, und dies mehr Jobs wahrscheinlicher mache. Nun, damals war noch nicht abzusehen, wie heut zu Tage „die Psychologen“ lawinenmäßig in der Bevölkerung einfallen. Ich studierte Sozialpädagogik an der Fachhochschule Bielefeld. Dies war eine tolle Zeit. Ich hatte lange Haare und fühlte mich ein bisschen so, wie sich wohl ein Hippie in den Siebzigern gefühlt haben muss. Ich durfte mich dreieinhalb Jahre mit Büchern beschäftigen, und die Themen waren mir überlassen. Meine Hauptinteressengebiete, und ich fand immer den „passenden“ Prof. dazu, waren: Sigmund Freud, Kritische Theorie der Gesellschaft, kritische Psychologie, Watzlawick, Konstruktivismus, Gestalttherapie, Carl Gustav Jung und Alfred Adler, „Die Struktur der Magie I und II“ und das NLP. Ich beendete das Studium mit der Diplomarbeit: „Beratung als Prozess der Veränderung durch einen kommunikations-strategischen Ansatz.“ Wäre ich heute mein eigener Dozent, würde ich mich mit dieser Arbeit nicht durch kommen lassen.

Berufswege

Mein Anerkennungsjahr fand in der sozialpsychiatrischen Beratungsstelle des Gesundheitsamtes Kreis Wesel in Moers statt. Ich fand Interesse an der Arbeit mit den sogenannten „chronisch psychisch Kranken“, und ebenso fand ich im Anschluss eine feste Stelle in einem sozial psychiatrischen Wohnheim der Grafschafter Diakonie. Nach fünf Jahren überkam mich ein bisschen der Gleichmut, was diese Arbeit anging. Schnurstrax versuchte ich mich mit Förderung des Arbeitsamtes in der Selbstständigkeit. In den letzten beiden Jahren im Wohnheim hatte ich schon einen NLP Basiskurs und eine Practitionerausbildung gemacht. Ich fand Kontakt zu einem kleinen Weiterbildungsträger in Krefeld und mit dieser Kombination war ich frohen Mutes.

Ich gab Nachhilfeunterricht in Mathe, Physik und Englisch. Ich coachte das ein oder andere Kind. Ich gab ein paar Workshops zu verschiedenen Themen. Nach einem halben Jahr und mit der Beendigung der Förderung fand ich einen Auftraggeber für Bewerbungstrainings. Aufgrund meiner Bewerbung rief man mich an und fragte mich, ob ich auch Bewerbungstraining „geben“ könne und ich dachte mir NEIN und antwortete JA! Und daraufhin machte ich ca. ein Jahr diese Arbeit, aber auch Einführungen in Windows, Word und Excel. Da es sich hierbei um eine sehr wechsellastige Branche handelte, und ich in zunehmenden Maße feststellte, dass ich nicht so sehr über die benötigte Persönlichkeitsstruktur eines Selbständigen verfügte, hatte ich bald keine Aufträge mehr.

Ich fand recht schnell wieder einen Job in einem sozialpsychiatrischen Wohnheim, obwohl ich eigentlich immer noch keine Lust auf diese Arbeit verspürte. Das erste Jahr war auch dementsprechend nicht so toll, weil ich einfach keinen „Bock“ drauf hatte. Ich schaute mich zwischenzeitlich immer wieder auf dem Stellenmarkt um, aber Nichts fand sich. Vor allem meinen damaligen Teamkollegen habe ich es zu verdanken, dass ich doch wieder Spaß an dieser Arbeit fand. Es war nicht mein ausschließlicher Traumjob, aber ich fühlte mich wohl. Dann reagierte ich auf eine Stellenanzeige. Ein neuer Bereichsleiter in einem Wohnheim wurde gesucht. Trotz mangelnder Leitungserfahrung bekam ich diese Arbeit.

Jetzt begann auch eine schwierige Zeit in meinem Berufsleben. Positiv gestimmt fing ich also als Bereichsleiter der Graf-Recke-Stiftung in Düsseldorf für zwei Wohnheime an. Dies war schon eine schöne Herausforderung für mich. Ich unterschätze sehr wie es ist, zwischen Oben und Unten irgendwie eingeklemmt zu sein. Oben war jemand mit großen Ansprüchen, aber meines Erachtens wenigen Bezügen nach Unten; selber verklemmt in einem theoretischen Ideal. Unten waren Menschen, die vor mir 2 Jahre ohne jegliche Leitung waren, die ihre Klienten nur verwalteten. Freilich kann man dies auch alles anders bewerten, aber dies ist eben meine subjektive Sicht. Als dann mein zweites Kind, mein Sohn auf die Welt kam und über unsere nächtlichen Schlafgewohnheiten eine gänzlich andere Meinung vertrag als ich, rief mittelfristig der “Berny” (BurnOut) bei mir an und meldete Besitzansprüche. Letztendlich war er überzeugender als ich. Die Rettung kam in Form einer neuen Anstellung.

Nach 4 Jahren Bereichsleitung kamen 4 Jahre Projektleitung bei einem Bildungsträger in Duisburg dazu. Dies ist schnell erläutert: Ich organisierte unterschiedliche berufliche Bildungsmaßnahmen für das Jobcenter. Diese wurden immer weniger, aber Deutschkurse wurden immer mehr, so dass ich auf einmal Deutschlehrer war, obwohl ich keiner sein wollte. Zugegeben: so viel hatte ich vorher noch nie über meine Muttersprache gelernt. Dennoch ging ich.

Angekommen?

Aktuell arbeite ich als gesetzlicher Betreuer für den Betreuungsverein der Arbeiterwohlfahrt Kreis Wesel e.V. in Moers. Jetzt kann ich wieder Sozialpädagoge sein. Ich übe eine Tätigkeit aus, die Menschen wirklich hilft. Ich bin vernetzt mit dem kompletten Sozialsystem der Region und werde mich hier wohl lange wohl fühlen.

Ich begann nun immer mehr aufmerksam den Werten und Leitlinien der AWO gegenüber zu werden. In einem ersten Schritt wurde ich Mitglied im AWO Ortsverein Kamp-Lintfort. Da ich von jeher eher Links geprägt war und damit auch immer eine kritische Haltung einem ungebremsten Kapitalismus gegenüber vertrat, da ich diese ganzen Stammtischdiskussionen, vor allem auch zum Thema der Migration einfach nicht mehr ertragen konnte, gab es für mich nur zwei Möglichkeiten: 1. Ich lasse mich auf keinerlei Diskussionen mehr ein! 2. Ich engagiere mich in einer Partei. Doch dazu finden Sie mehr unter den anderen Menüpunkten.