SPD

Wie verdammt nochmal bin ich zur SPD gekommen?

Es gab sogar mal eine Zeit, in der ich ncht wählen ging! An die 20 Jahre ist dies her. Stephan, ein sehr guter Freund, machte mir große Vorwürfe deswegen. Diese nahm ich mir zu Herzen und ging fort an wählen. Meist wählte ich Die Linke. Ich dachte mir einfach, „die sollen wenigstens ein wenig mehr Einfluss bekommen!“

Vor zwei Jahren begann mein neuer Job beim AWO Kreisverband Wesel e.V. Ich beschäftigte mich mit den Leitlinien und fand den Bezug zur SPD.

Als gesetzlicher Betreuer bekam ich Zugang zu fast allen Bereichen unseres Sozialsystems und war froh, dass wir ein solches haben. Aber auch hier ist nicht alles perfekt. Ich wollte einfach mehr Zugang bekommen und ich wollte einfach kein Stammtischdiskutierer mehr sein. Also: „Gehe in die Politik, schaue ob du wirken kannst“.

Schaute ich mir die Parteien auf Bundesebene an, so konnte ich mich mit keiner irgendwie anfreunden. Schaute ich jedoch in die Grundwerte der SPD, fand ich dass, was meines Erachtens eigentlich sein sollte: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Als neues SPD Mitglied stimmte ich als erstes gegen die große Koalition.

Die SPD muss sich einfach wieder finden, neu erfinden, einen Mix aus alten Grundwerten und neuen politischen Ideen verwirklichen. Mir scheint es so, als geht das nicht von oben, nur von unten. Jedoch könnten aktuelle Entwicklung sogar wieder mehr Hoffnung machen: <a href=“https://nrwspd.de/2019/06/07/brief/“ target=“_blank“>Brief!</a>



Und ich fand die Kamp-Lintforter SPD!

Als ich mit 18 Jahren meine Ausbildung auf der Schachtanlage Friedrich Heinrich in Ka-Li begann, fing auch die Zeit des Zechensterbens an. Keiner von uns glaubte damals wirklich daran, dass eine Stadt wie Kamp-Lintfort ohne die Zeche überleben kann. Wir sahen uns schon in einer zukünftigen toten Stadt wieder.

SPD Kamp-Lintfort

Schauen wir heute in unsere Stadt, ist wohl genau das Gegenteil eingetreten: Modernisierungen, Industriegebiete, Landesgartenschau, eine Hochschule, ein Kino, bald ein Bahnhof. Menschen aus allerorts wollen nach Ka-Li ziehen. Lintfort ist beliebt und das zurecht.

Kamp-Lintfort – immer besser…

Dies alles passierte vor allem in der Zeit, in der die SPD, und damit unser Bügermeister Christoph Landscheidt, die absolute Mehrheit im Rat hatten. Es muss also etwas sehr gutes gewesen sein, was bei uns durch die SPD passiert ist.



Und nun muss die nächste Stufe „gezündet“ werden: Die gute Entwicklung muss weiter voranschreiten, Kamp-Lintfort kann in vielen politischen, ökonomischen, umweltlichen, wirtschaftlichen, sozialen und bürgerfreundlichen Belangen zu einem Vorbild werden. Und darüber kann eine städtische SPD vielleicht Einfluss auf die Landes- und Bundes-SPD nehmen.

Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es – think global, act local.